Die Alternative: Elefantenschutzgebiete

Schutzgebiete

Ein Schutzgebiet oder Gnadenhof ist ein Ort, an dem Tiere aufgenommen werden, die nicht mehr ausgewildert werden können und an dem es einzig und allein um ihr Wohlbefinden geht. Anders als in Zoos werden die Tiere dort weder zur Schau gestellt noch gezüchtet, sie werden nicht mit anderen Einrichtungen ausgetauscht und dienen nicht der Unterhaltung. Ziel eines solchen Schutzgebiets ist es, den Tieren ein Leben zu bieten, das ihren natürlichen Bedürfnissen so nahe wie möglich kommt, auf weitläufigen Flächen, wo sie mehr Bewegungsfreiheit haben, ihre täglichen Aktivitäten freier gestalten und auf angemessene Weise sozial interagieren können. Vor allem geht es in diesen Schutzgebieten darum, den Tieren ihre Autonomie zurückzugeben – das heisst, ihre Fähigkeit, selbst zu entscheiden, wann sie fressen, wann sie sich mit anderen verbinden, wann sie ruhen und wann sie auf Erkundung gehen.

Schutzgebiete sind für Elefanten aktuell die beste Alternative zur traditionellen Haltung in Gefangenschaft. Sie finden dort eine Fläche von dutzenden oder sogar hunderten Hektaren und einen abwechslungsreichen natürlichen Lebensraum vor, können lange Strecken zurücklegen, stabilere soziale Bindungen eingehen und sind nicht mehr ständig den Blicken des Publikums ausgesetzt. Die tierärztliche Versorgung, die sie dort erhalten, ist angesichts des körperlichen und seelischen Zustands, in dem die Tiere bei ihrer Ankunft im Schutzgebiet sind, unerlässlich: gezeichnet von einer lebenslangen Gefangenschaft in Zoos oder Zirkussen. In den Schutzgebieten geht es nicht länger darum, die Tiere zur Unterhaltung eines Publikums zur Schau zu stellen, sondern darum, sie in einer Umgebung willkommen zu heissen, die ihren physischen, psychischen und sozialen Bedürfnissen entspricht – damit sie den Rest ihres Lebens unter würdigeren und respektvolleren Bedingungen verbringen können.

Die Fondation Franz Weber arbeitet eng mit dem Elefantenschutzgebiet von Brasilien zusammen und hat bereits erreicht, dass zwischen 2020 und 2025 fünf Elefanten aus Argentinien dorthin verlegt wurden.

In Europa gibt es heute zwei Elefantenschutzgebiete, mit denen die FFW ebenfalls in regelmässigem Kontakt steht:

  • Pangea Trust in Portugal: Dieses Schutzgebiet hat bereits begonnen, Elefanten aufzunehmen. Die erste Ankunft war Julie (afrikanische Elefantenkuh, der letzte Zirkuselefant in Portugal), während Kariba, ebenfalls eine afrikanische Elefantenkuh, die sich derzeit in einem belgischen Zoo befindet, trainiert wird.
  • Elephant Haven in Frankreich: Dieses Schutzgebiet beherbergt asiatische Elefanten, die aus der Zoo- und Zirkusindustrie befreit wurden. Für die Verwirklichung eines Erweiterungsprojekts, das die Aufnahme von Afrikanischen Elefanten ermöglichen soll, werden noch finanzielle Mittel benötigt.

Projekt ELE in Argentinien

Seit fast zehn Jahren führt die FFW ihre Kampagne «ELE» in Argentinien durch. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes konnten Mara, Pocha, Guillermina, Pupy und Kenya aus den Zoos von Mendoza und Buenos Aires ins Elefantenschutzgebiet von Brasilien (SEB) umgesiedelt werden. Heute gibt es in Argentinien keinen einzigen in Gefangenschaft lebenden Elefanten mehr!

Mit der Kampagne «ELE» verfolgt die FFW ein ehrgeiziges Ziel: der Gefangenschaft von Elefanten in den Zoos des Landes ein Ende zu setzen. Durch ihre Lobbyarbeit bei Behörden, Gerichten und Zoos ebenso wie dank ihrer veterinärmedizinischen und administrativen Expertise konnten mehrere Elefanten ins Elefantenschutzgebiet von Brasilien (SEB) verlegt werden. Dort haben sie endlich ausreichend Platz, Bewegungsfreiheit und leben unter Bedingungen, die ihren natürlichen Bedürfnissen besser gerecht werden. Zu ihnen gehören Mara, die 2020 verlegt wurde, Pocha und Guillermina, die ihr 2022 folgten sowie Pupy und Kenya, die 2025 umgesiedelt wurden.

Ihre Verlegungen markierten einen echten Mentalitätswandel im Umgang mit Elefanten in Lateinamerika. Mit dem Umzug von Kenya ins brasilianische Elefantenschutzgebiet im Juli 2025 wurde Argentinien das erste Land des Kontinents, in dem keine Elefanten mehr gefangen gehalten werden. Aufbauend auf dieser einzigarten Erfahrung möchte die Fondation Franz Weber diese Arbeit nun in Spanien, Mexiko, Chile und der Schweiz fortsetzen.

Aktiv werden

So können Sie helfen

Die ELE-Kampagne hat bereits dazu beigetragen, die Gefangenschaft von Elefanten in Argentinien zu beenden. Mit Ihrer Unterstützung können wir auf dasselbe Ziel in der Schweiz hinarbeiten.

Sensibilisieren und teilen

Der erste Schritt besteht darin, auf die Realität der Elefantenhaltung in Gefangenschaft aufmerksam zu machen. Teilen Sie die Informationen dieser Kampagne in den sozialen Medien sowie mit Familie und Freunden. Eine gut informierte Öffentlichkeit kann den Weg für Veränderungen ebnen.

Die Kampagne unterstützen

Die Fondation Franz Weber setzt sich langfristig ein – mit wissenschaftlicher Forschung, rechtlicher Analyse, Untersuchungen vor Ort, Öffentlichkeitsarbeit und dem Dialog mit den Behörden.

Spenden Sie

Jeder Beitrag hilft uns, das Wohlergehen und die Würde der Elefanten zu schützen, Sanctuary-Lösungen zu fördern und einen Ansatz voranzutreiben, der auf dem Respekt für ihre biologischen, psychischen und sozialen Bedürfnisse beruht.