Das Projekt
Schluss mit der Gefangenschaft von Elefanten in der Schweiz
In der Schweiz leben derzeit noch 16 Elefanten in Gefangenschaft – im Zoo Basel, im Zoo Zürich und im Knies Kinderzoo Rapperswil.
Dabei liegen inzwischen eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse dafür vor, dass kein Zoogehege den Bedürfnissen eines so intelligenten, sozialen und bewegungsfreudigen Tieres wie einem Elefanten gerecht werden kann. Der harte Untergrund ruiniert ihre Füsse, die geringe Grösse der Anlagen verhindert natürliche Bewegungsabläufe, die sozialen Gruppen werden willkürlich zusammengestellt, und die psychische Belastung ist enorm.
Seit mehr als fünfzig Jahren setzt sich die Fondation Franz Weber (FFW) in der Schweiz und auf der ganzen Welt für den Schutz der Elefanten ein. Denn wir sind davon überzeugt, dass Elefanten dort geschützt werden müssen, wo sie leben – in ihrem natürlichen Lebensraum, in situ.
Das in Argentinien ins Leben gerufene Projekt ELE hat zu einem historischen Wandel beigetragen, durch den es gelang, die Gefangenschaft von Elefanten in Argentinien schrittweise zu beenden, insbesondere durch Umsiedlung mehrerer Tiere ins Elefantenschutzgebiet von Brasilien. Dieser Ort wird ihren physischen, psychischen und sozialen Bedürfnissen weitaus besser gerecht.
Heute verfolgt die FFW in der Schweiz den gleichen Ansatz. Unser Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Elefanten, die noch in Gefangenschaft leben, unverzüglich zu verbessern, die Zuchtprogramme und den Austausch zwischen Zoos zu beenden, die Umsiedlung der Tiere in Schutzgebiete zu unterstützen und langfristig ein schrittweises Ende der Gefangenschaft zu begleiten. Die zwei Schutzgebiete in Europa bieten dafür eine ideale Gelegenheit.
Denn jeder Elefant ist ein Individuum, das mehr verdient hat als ein Leben voller Langeweile und permanenter seelischer und körperlicher Qual. Die Elefanten verdienen ein echtes Elefantenleben.